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Portrait von Mareike Dahm

Der Start in eine Zukunft als Physician Assistant

Mareike Dahm (22) studiert an der Carl Remigius Medical School in Frankfurt Physician Assistance (B.Sc.). Jetzt hat sie ihr erstes Semester erfolgreich hinter sich gebracht und uns verraten, wie sie den Start ins Studium erlebt hat.

Wie kommt es, dass du dich für ein Studium bei uns in Frankfurt entschieden hast?

Frankfurt ist in der Nähe und die öffentliche Anbindung ist sehr praktisch. Da ist es leicht zu pendeln, und ich kann dadurch die Arbeit gut mit dem Studium vereinbaren. Eine andere Stadt wäre weniger eine Option gewesen, weil ich hier in den letzten Jahren einfach angekommen bin und mir ein Leben aufgebaut habe. Bisher gefällt mir der Campus auch gut, weil er eine vertraute Atmosphäre schafft.

Und wieso Physician Assistance?

Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin gemacht. Seitdem arbeite ich im Rettungsdienst und es macht mir großen Spaß. Unter der Leitung der Notfallsanitäter:innen führen wir im Einsatz medizinische Sofortmaßnahmen durch und transportieren die versorgten Patient:innen zügig mit dem RTW in eine Klinik. Als Physician Assistant möchte ich die Patient:innen im Krankenhaus weiter gesundheitlich begleiten und behandeln können. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einem Medizinstudienplatz, aber das hat leider lange nicht geklappt. Durch den Rettungsdienst habe ich auch Nachteile des Arztberufs kennengelernt und gemerkt, dass ich den Beruf auch gar nicht mehr auf Biegen und Brechen machen möchte. Ich wollte mich medizinisch aber trotzdem weiterbilden, denn ich brenne für die Medizin. Da ist der PA einfach perfekt und ich bin auch völlig im Reinen damit, dass ich dann später weiterhin die Assistenz bin und eben keine Ärztin. Mir ist es wichtig, die Medizin und die Familie zu vereinbaren. Diese Chance habe ich beim PA gesehen.

Mareike Dahm vor RTW mit Blumenstrauß in der Hand.
Studentin Mareike Dahm arbeitete schon vor dem Studium als Rettungssanitäterin.

Wenn du jetzt auf das erste Semester zurückblickst: was lief gut, was eher schlecht?

Der Studienbeginn während der Pandemie war auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Ich muss aber sagen, dass die Hochschule eine echt gute Orga hatte, um uns alle abzuholen. Das kann auch ganz anders laufen und deshalb bin ich froh darum, dass es an der Carl Remigius Medical School eine feste Struktur gibt, obwohl sich ständig alles durch die Pandemie ändert. Die Dozierenden geben sich auch viel Mühe mit den Online-Vorlesungen. Das hat insgesamt wirklich top funktioniert.

Der Hybrid-Unterricht ist gut geregelt und manchmal auch vorteilhaft, weil man den Haushalt nebenher organisieren kann. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man vor Ort viel effektiver lernt. Die digitalen Vorlesungen sind auch anstrengender, finde ich. Es ist halt ein Bildschirm, auf den man schaut, und da kommt das Studiumsfeeling wirklich kaum durch. Man kann auch schnell mal abgelenkt werden, deswegen muss man schon diszipliniert bei der Sache bleiben. Vieles lernt man vor Ort oder in der Praxis einfach besser.

Wie findest du denn die Themenauswahl? Gab es etwas, das dich gelangweilt hat, weil du schon Erfahrungen in dem Bereich hast?

Also bisher finde ich alles interessant. Mir ist es bestimmt etwas leichter gefallen, in die Themen einzusteigen, weil ich schon ein gewisses medizinisches Grundwissen habe. Aber gelangweilt definitiv nicht, bei den vielen Informationen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Einstieg eine Herausforderung sein kann, wenn man frisch von der Schule kommt. Aber das ist nun mal in jedem Studium so und man muss sich reinfinden und einfach dranbleiben, sonst verliert man den Anschluss.

Wie ist das mit der Arbeit neben dem Job genau?

Ich finanziere mit meinem Job als Rettungssanitäterin mein Studium. Das Praktische an der Arbeit ist, dass ich mich so für Schichten einteilen lassen kann, dass es mit den Vorlesungen passt. Also zum Beispiel an freien Tagen, nachts oder am Wochenende. Und, was ich auch richtig gut finde: Ich kann das Gelernte direkt in der Realität im Patientenkontakt anwenden und mit einem Einsatz abspeichern. Learning by doing praktisch. Es ist toll, seine eigenen Fortschritte selbst zu sehen.

Im Studium sind ja auch Praktika integriert, freust du dich da schon drauf?

Ja, vor allem gibt es auch eine Praxisphase in der Notfallaufnahme. Bisher habe ich nur Einblicke in die Präklinik bekommen – also die Zeit, bis wir die Patient:innen im Krankenhaus den Ärzt:innen und der Pflege übergeben – und im Praktikum lerne ich eben die andere Seite kennen. Ich freue mich schon darauf die Patient:innen dann weiter zu begleiten. Dadurch bekommt man auch mal mit, was nach der Aufnahme passiert und wie es den Patient:innen im weiteren Verlauf geht, denn davon erfährt der Rettungsdienst kaum noch was.

Während des Studiums zum PA werden wir mehrfach mit Praktikablöcken in ganz verschiedenen Bereichen konfrontiert. Das finde ich sehr gut, weil es schwierig ist, seinen Beruf nur theoretisch zu erlernen, aber nichts von dem Wissen aktiv anwenden zu können. Durch die Praxisphasen bleibt das Gelernte dann viel besser im Gedächtnis.

Und weißt du schon, was du nach dem Studium machen möchtest?

Nein, ich lasse das alles auf mich zukommen. Ich habe zwar schon Erfahrungen in der Notfallmedizin gemacht, aber ich bin auch offen für andere Bereiche, die ich noch kennenlernen werde. Vielleicht finde ich etwas, was mir mehr liegt und woran ich jetzt gar nicht denke – wer weiß. Nach dem Bachelor möchte ich auch gerne noch einen Master anschließen – aber ob das auch Physician Assistance oder etwas Spezifischeres sein wird, weiß ich noch nicht. Kommt drauf an, wo dann meine Interessen in vier Jahren liegen.

Das klingt doch gut! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem weiteren Weg und viel Spaß beim Studium!

Danke! Ich freue mich schon darauf, wenn das Studentenleben richtig starten kann. Schön gesund bleiben!