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Drei Fragen an … Prof. Dr. Henrike Fischer zur Entwicklung und Zukunft der Erwachsenenbildung

Lernen hört auch nach dem Ausbildungs- oder Studienabschluss nicht auf – und das ist gut so. Denn Neues zu lernen, bereichert die persönliche Entwicklung und öffnet die Tür für neue berufliche Chancen. Für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen bietet die Carl Remigius Medical School daher vielfältige Weiterbildungen und berufsbegleitende Studiengänge an, darunter unter anderem Gesundheit & Management (B.Sc.)

In unserer neuen Reihe Drei Fragen an… blickt Prof. Dr. Henrike Fischer Prodekanin, Dozentin und kommissarische Studiengangsleitung für Gesundheit & Management (B.Sc.) am Standort Hamburg als Expertin für Erwachsenenbildung auf die bisherige Entwicklung dieses Bereichs zurück und wagt für uns einen Ausblick auf die kommenden Jahre. 

Im Studiengang Gesundheit & Management (B.Sc.) arbeiten Sie mit berufsbegleitenden Studierenden zusammen, also mit Fachkräften, die parallel zu ihrem Job studieren. Was reizt Sie an dieser Aufgabe besonders?

Besonders reizvoll und motivierend am Unterricht mit diesen Studierenden ist die Verzahnung, ja fast Verschmelzung von Praxis und Theorie. Die Studierenden bringen mannigfaltige Erfahrungen aus der Praxis mit, was die Theorie soviel greifbarer und vor allem auch direkt, eigentlich am nächsten Tag, wiederum in der Praxis anwendbar macht. Besondere Freude bereitet es mir, gemeinsam mit den Studierenden ihre ganz eigenen Fragen wissenschaftlich zu reflektieren und zu prüfen. Die entstehenden, teils hitzigen Diskussion mit der gesamten Gruppe sind sehr bereichernd – auch für mich. Wenn Studierende in ihren eigenen Forschungsprojekten in ihren Abschlussarbeiten ihre Praxis und das bei uns Gelernte, die Wissenschaft zusammenbringen, ist aus einer Praktikerin/einem Praktiker auch eine Wissenschaftlerin/ein Wissenschaftler geworden.

Sie sind schon lange in der Erwachsenenbildung tätig. Welche Entwicklungen hat der Bereich in den vergangenen Jahren durchlaufen – und welche Trends haben sich nicht durchgesetzt?

Die Motivation, berufstätig nochmal die „Schulbank“ zu drücken, und das ggf. auch nach bereits vielen Jahren Berufstätigkeit, wird immer vielfältiger: Der Wunsch, Vorgänge zu verstehen, die man in seinem Betrieb und seinem beruflichen Alltag beobachtet; vielleicht auch die Motivation, sich genau in diesen Bereich zu entwickeln, die Motivation lebenslangen Lernens, Veränderungen im Leben, die Möglichkeiten schaffen, das lang angestrebte Studium aufzunehmen, Optionen der Übernahme neuer Herausforderungen und Positionen.

Der Markt wird immer größer und die Angebote immer vielfältiger, was dem Interessierten unendliche Möglichkeiten bietet, aber auch die richtige Wahl mehr und mehr erschwert. Die Frage „Wo will ich mit der Fortbildung/dem Studium hin?“ gilt es zu beantworten, um das für sich passende Angebot zu finden. Vor allem der Markt an digitalen Angeboten, zeit- und ortsunabhängig, wächst. Ich freue mich, dass aber weiterhin auch unter den berufsbegleitenden Studiengängen die Angebote mit Präsenzunterricht bei uns an der Hochschule gefragt sind. Diesen Studierenden ist der Wert - der Mehrwert - des realen Zusammenkommens für gemeinsames Lernen und vor allem „live“ so viel lebhafterer Diskussionen bewusst. Auch die Vernetzung für Lernen, Beruf und Karriere wird bestärkt durch die gemeinsamen Präsenzphasen an der Hochschule. Die ergänzende digitale Kommunikation sowie der online-Unterricht gestalten sich einfacher und effektiver dadurch, dass man auch real miteinander agiert.

Wie sieht die Zukunft der Erwachsenenbildung Ihrer Einschätzung nach aus?

Die Digitalisierung wird weiterhin stark Einzug halten in das Bildungswesen; nochmals angetrieben durch die Corona-Zeit. Ich wünsche mir, dass Digitalisierung genutzt wird, um gerade ein berufsbegleitendes Studium noch besser zu machen, nicht aber, um das Lehren und Lernen an der Hochschule zu ersetzen. Warum, ist denke ich durch meine Antwort auf vorherige Frage klar.

Mit Blick auf den Studiengang „Gesundheit & Management“: Einige Studierende entscheiden sich für ein berufsbegleitendes Studium bei uns, um in ihrem Beruf weiterzukommen. Die meisten haben die Unterstützung ihrer Vorgesetzten oder werden gar von diesen dazu motiviert. Auf letzteres sollte in Zukunft verstärkt der Blick gerichtet werden; Stichwort Fachkräftemangel, Jobflucht. Gerade hier setzt unser Bachelorstudiengang „Gesundheit & Management“ an – eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und seine Mitarbeiter zu halten. Spannend, ob diese Chancen auch gesehen werden in der aktuell zum Glück befeuerten Debatte um fehlende Wertschätzung der Pflegekräfte.

Sie wollen mehr erfahren?

Dann melden Sie sich jetzt zur Online-Schnuppervorlesung für den Studiengang Gesundheit & Management (B.Sc.) am 09. Juli 2020 an. Wir freuen uns auf Sie!

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