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Frankfurt am Main Hamburg München

3 Fragen an ... Prof. Dr. med. Hans-Joachim Günther zu den Besonderheiten des Studiengangs Physician Assistance

Prof. Dr. med. Hans-Joachim Günther ist seit 2016 für die Carl Remigius Medical School tätig. Heute ist er Studiendekan und Dozierender für die Bachelorstudiengänge Physician Assistance und Physician Assistance für Gesundheitsberufe (B.Sc.) am Standort München. Coronabedingt ist er nun virtuell mit den Studierenden der Medical School tätig. Unter anderem fand eine digitale Schnuppervorlesung über den Studiengang für Studieninteressierte statt. Über die Besonderheiten des Physician Assistant spricht er in unserem Kurzinterview.

„Was bieten die Studiengänge Physician Assistance und Physician Assistance für Gesundheitsberufe (B.Sc.)?“

Die Studierenden erhalten während des Studiums Qualifikationen zur Erhöhung der Effizienz der Prozesse in Krankenhäusern sowie zur Qualitätssicherung. Nach dem Abschluss können delegierte ärztliche Tätigkeiten ausgeübt werden. Hierdurch wird man schnell ein wichtiges Bindeglied für die in der Patientenversorgung beteiligten Berufsgruppen und kann unter anderem an der Diagnosefindung mitarbeiten - denn ohne Diagnose keine Therapie.

„Welche Aufgaben können die Studierenden hierbei erwarten?“

Am Weg bis zur Diagnose gibt es zwei Beteiligte - den Patienten und den Arzt. Der Patient hat Beschwerden und bietet somit einen Befund an. Die Aufgabe des Arztes besteht nun darin, zu sehen, zu hören, zu fühlen und auch zu riechen. Diese Anamnese ist der wichtigste Teil der Diagnosefindung und besteht aus möglichst gezielten Fragen an den Patienten. Darauf folgt die Untersuchung. Gemeinsam führen beiden Prozesse in über 80 % zu einer Diagnose oder zumindest zu einer Verdachtsdiagnose.

„Haben Sie ein praktisches Beispiel für diese Tätigkeiten?“

In einer Abschlussprüfung für Osteopathen stellte der Kandidat eine junge Patientin vor. Sie leide seit 5 Jahren an heftiger Migräne und nehme seit 5 Jahren die Pille. Außerdem habe sie schon einmal vergeblich das Präparat gewechselt und auch einen schnellen Puls. Der Kandidat wollte die Migräne der jungen Frau mit osteopathischen Entspannungstechniken lindern. Mir fiel schon bei der Vorstellung der jungen Dame eine Vergrößerung des Halsumfanges auf sowie leicht hervorquellende Augen. Bei der Untersuchung fand ich eine Tachykardie von 120/min. Damit stand schon eine Diagnose fest: Die Tachykardie beruhte auf einer Autoimmunkrankheit der Schilddrüse, nämlich dem Morbus Basedow mit dem klinischen Bild der Schilddrüsenvergrößerung, der hervorquellenden Augen und der Tachykardie. Die Migräne war erst seit Einnahme der Pille aufgetreten, somit war dies die wahrscheinlichste Ursache für die Migräne. Dass ein Pillenwechsel nichts gebracht hat, sagte nichts aus. Bei so vielen unterschiedlichen Präparaten muss unbedingt noch einmal ein Präparatewechsel erfolgen.

Möchten auch Sie mehr über den Studiengang des Physician Assistant und die Inhalte des Studiums erfahren? Prof. Dr. med. Günther hat im vergangenen Monat online eine Schnuppervorlesung gehalten. Wenn Sie diese verpasst haben sollten, können Sie sie hier digital noch einmal nachverfolgen.

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