DRF Stiftung Luftrettung unterstützt Resilienzforschung

Im berufsbegleitenden Masterstudiengang Krisen- und Notfallmanagement (M.Sc.) an der Carl Remigius Medical School startete in diesem Semester ein zweijähriges Projekt mit verschiedenen Projektpartnern. Die Studierenden werden unter anderem von der DRF Stiftung Luftrettung und von Dr. Philipp Merkt, Leiter des Moduls, unterstützt.

DRF-Stiftung unterstützt Resilienzforschung

„Psychische Resilienzforschung von luft- und bodengebundenen Einsatzkräften zur Verbesserung der Patientensicherheit“, so der Titel der gemeinsamen Projektarbeit. Hierbei sollen innerhalb einer zweijährigen Untersuchung Stresssituationen von Einsatzkräften erforscht werden. Im Fokus steht der Arbeitsalltag von Berufstätigen im Rettungsdienst, der Polizei sowie der Bundeswehr. Die Tätigkeiten dieser Berufsfelder gehen häufig mit Ereignissen einher, die eine psychische Belastung darstellen können. Hier setzt die Forschung an der Carl Remigius Medical School an.

Die psychische Widerstandsfähigkeit fördern

Unter Resilienz versteht man die psychische Widerstandsfähigkeit in belastenden oder beeinträchtigenden Situationen. Die Untersuchung der Studierenden soll dazu beitragen, dass Rettungskräfte diese entwickeln und lernen, mit Stresssituationen besser umzugehen – ohne eine anhaltende Beeinträchtigung. Als übergeordnetes Ziel sollen Lehrinhalte zum Thema Resilienz in der Ausbildung sowie in Schulungen und Fortbildungen von Einsatzkräften ausgebaut und optimiert werden.

Die Studie basiert auf einer Datenbank mit verschiedenen Stressparametern. Ab diesem Semester werden die Parameter nun im Rahmen eines Lehrgangs für Einsatzkräfte in bestimmten Stresssituationen regelmäßig gemessen und somit deren Stressniveau in den jeweiligen Situationen ermittelt. Hierfür werden Unfallszenarien nachgestellt und das Verhalten in echten Einsatzlagen sowie an der jeweiligen Belastungsgrenze eingeübt. Im weiteren Verlauf der Studie wird überprüft, inwiefern sich die im Lehrgang vermittelten Inhalte auf den Umgang mit Stresssituationen auswirken.

Die DRF Stiftung Luftrettung als Projektpartner

Zweck der DRF Stiftung Luftrettung ist die Verbesserung der weltweiten Notfallversorgung und medizinischen Hilfe, insbesondere durch Luftfahrzeuge. Sie unterstützt außerdem Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet der Notfallmedizin und deren Einsatz in der Luftrettung. Die Stiftung kann ferner Maßnahmen unterstützen, die der allgemeinen Gesundheitsvorsorge dienen.

Dr. h.c. Rudolf Böhmler ist Stiftungsvorstand des DRFs und betont die Relevanz der Resilienzforschung: „Das Forschungsvorhaben der Carl Remigius Medical School zur Resilienz erachten wir als sehr wichtig für alle, die sich für die Rettung von Menschenleben einsetzen. Dies war ein zentraler Beweggrund, die Studie mit Mitteln der Stiftung zu unterstützen.“