Frankfurt am Main

Vom Krankenpfleger zum Pflegedirektor

Frankfurt am Main. Thomas Walter ist Alumnus der Carl Remigius Medical School und kann einen beeindruckenden Werdegang vorweisen: Der damalige Gesundheits- und Krankenpfleger studierte von September 2012 bis zum August 2014 im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Gesundheit & Management für Gesundheitsberufe (B.Sc.) in Frankfurt am Main.

Heute ist er nicht nur Dozent an der Carl Remigius Medical School, sondern auch Pflegedirektor in einem Kreiskrankenhaus mit 263 Planbetten. Wir haben Thomas Walter getroffen.

Sie haben ursprünglich als Gesundheits- und Krankenpfleger gearbeitet. Wie sind Sie darauf gekommen, ein Studium an der Carl Remigius Medical School zu beginnen?

Zunächst einmal hat mein damaliger Pflegedirektor mir dazu geraten, mich durch ein Studium weiterzuqualifizieren. Er sagte mir damals schon, dass ein Studium für die Weiterentwicklung und die Karriere im Bereich der Pflege unabdingbar sei. 
Für mich persönlich hat sich der Gedanke an ein Studium in der Zeit meiner Leitungstätigkeit in der Anästhesiepflege nach und nach entwickelt. Ich hatte den Wunsch, die Pflege mit allen Schwierigkeiten, die es im Gesundheitswesen gibt, voranzubringen, innovativ zu sein und die Wichtigkeit des Berufes auch nach außen zu tragen. Die Möglichkeit einmal Pflegedirektor werden zu können, stand zunächst gar nicht im Vordergrund.

Wieso haben Sie sich genau für diesen Studiengang entschieden?

Ich habe zu Studiengängen im Gesundheitswesen recherchiert und Gesundheit und Management für Gesundheitsberufe an der Carl Remigius Medical School schien mir nah an dem dran zu sein, was mich letztendlich in einer Führungsposition erwarten könnte. Gerade die verschieden Module waren für mich stimmig aufgebaut und für den Krankenhausalltag geeignet. 

Zu wie viel Prozent haben Sie neben dem Studium noch gearbeitet?

Ich habe während meines Studiums zu 100 Prozent weitergearbeitet.

Das war sicherlich eine große Herausforderung. Inwieweit hat Ihnen der Aufbau des Studiums an der Carl Remigius Medical School dabei geholfen, Job und Studium unter einen Hut zu bringen? Und haben die Dozenten Sie unterstützt?

Es war nicht immer einfach, aber trotzdem für zwei Jahre machbar. Dass das Studium nur über zwei Jahre geht war auch ein Grund, warum ich mich für die Carl Remigius Medical School entschieden habe. Es war eine überschaubare Zeit und auch eine Motivation, in zwei Jahren ein fertiges Studium absolviert zu haben. Bei dem ganzen Stress, den man im Stationsalltag hat, war es wichtig, dass die Module gut „dosiert“ sind.

Die Inhalte und die Dozenten waren größtenteils aus der Praxis. Deshalb konnten sie auch etwas komplexere Themen, wie z.B. das Rechnungswesen, verständlich erklären. Die Dozenten waren generell sehr verständnisvoll und haben zur richtigen Zeit die richtigen Worte und die richtige Unterstützung gefunden.

Sie sind heute als Pflegedirektor einer Klinik tätig. Seit wann arbeiten Sie in dieser Position? Welche Inhalte aus dem Studium helfen Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders?

Ich habe schon während des Studium, also 2012, die Stelle als Pflegedienstleitung annehmen können. Das war ein echter Glücksfall! Bei meiner „Findungsphase“ in dieser Position haben mir die Bereiche BWL und Qualitätsmanagement, aber auch Marketing und die Module rund um die Gesundheitsökonomie weitergeholfen. Seit Oktober 2017 bin ich nun Pflegedirektor in einem Kreiskrankenhaus mit 263 Planbetten.

Was möchten Sie als Dozent an Ihre Studierenden weitergeben? Und wie helfen Ihnen Ihre eigenen Erfahrungen dabei, sich in die Situation der Studierenden hineinzuversetzen?

Als ehemaliger Student kann ich die anfänglichen Ängste und Sorgen der Studenten gut nachvollziehen. Zuerst weiß man gar nicht, wie man das alles schaffen soll: Hausarbeiten, Klausuren und die tägliche Arbeit im Betrieb. Man muss am Ball bleiben, um die vielen Anforderungen eines Studiums gut bewältigen zu können. Ich rate jedem Studenten die Prüfungen und Leistungsnachweise gleich beim ersten Anlauf in Angriff zu nehmen und nichts von den Prüfungen zu „schieben“, weil man denkt es wird im nächsten Semester besser reinpassen.

Eine gute Struktur ist dafür auf jeden Fall zentral, aber ein richtiger Ausgleich zu den ganzen hohen Anforderungen muss unbedingt sein. Freizeit, Familie, Freunde sind deshalb genauso wichtig wie ein erfolgreicher Abschluss des Studiums. Als Tipp gebe ich deshalb den Studierenden immer mit: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht! (jr)

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