Idstein

Sanitäter-Abschlussübung in Idstein

„Seit dem 14. Februar 2019 bestimmen Schnee, Hagel, Starkregen sowie Sturmwinde die Großregion Wiesbaden / Frankfurt / Rheingau-Taunus-Kreis. Seit dem 16. Februar 2019 sind Infrastrukturen wie Bundes- und Landstraßen, Bus- Bahn- und Schienenverkehr, gemeinnützige Einrichtungen sowie Krankenhäuser stark eingeschränkt. Die betroffenen Regionen fordern im Rahmen des Katastrophenschutz-Konzeptes überregionale Hilfe an. Für die Stadt Idstein gilt: Die Studenten der Hochschule Fresenius und der Carl Remigius Medical School sowie deren Dozenten werden zur Einsatzbereitschaft und Bereitstellung vom Land Hessen wegen der aktuellen Unwetterlage angefordert.“

Diese Zeilen stammen nicht aus einem offiziellen Bericht der Stadt Idstein, sondern sind das „Drehbuch“ zur Sanitäter-Abschlussübung, die die Studierenden des Bachelorstudiengangs Physician Assistance (B.Sc.) am vergangenen Samstag in Idstein absolviert haben.
Um den Studierenden dabei das korrekte Verhalten in einer möglichen Einsatzsituation praxisnah zu vermitteln, wurden, wie auch bei den anderen Fortbildungen an der Carl Remigius Medical School üblich, auch diesmal wieder zahlreiche Szenarien mit der Unterstützung von professionellem Equipment, Partnern aus der Praxis und Notfalldarstellern eingeübt. Doch wie läuft ein solches Szenario konkret ab?

Zu den Vorbereitungen gehört zunächst das „Präparieren“ der Notfalldarsteller in der Maske. Dort werden Verletzungen wie offene Brüche, Blutergüsse oder Verbrennungen durch spezielle Schminktechniken nachgestellt. Jede Verletzung ist dabei wohlüberlegt und passend zur Unfallsituation ausgesucht.
Danach heißt es: Ab zum „Unfallort“. In einem der Szenarien ist der Betroffene bei der Suche nach seiner Katze von einem Baum gestürzt und hat sich dabei einen offenen Bruch am Bein, einen Rippenbruch und eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Dazu kommen Schmerzen im Oberkörper und Atemnot.
Als die zwei Studentinnen am Unfallort eintreffen ist es ihre Aufgabe, eine medizinische Erstversorgung zu leisten und gleichzeitig mit der ungewohnten Stresssituation und dem Patienten souverän umzugehen. „Wichtig ist es beispielsweise, als Sanitäter nicht zum Unfallort zu rennen und so möglicherweise zu stürzen, auch wenn die Unfallbeteiligten einen natürlich zur Eile antreiben“, meint Thomas Willardt, Ausbilder in der Fortbildung.
Schnell wird klar: Der Verletzte muss mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme gebracht werden. Diese wurde eigens für diesen Tag nachgestellt und befindet sich auf dem Gelände der Hochschule Fresenius in Idstein. Dort wird der Patient aufgenommen und weiter behandelt.
In weiteren Szenarien wurden das Können der Studierenden bei einem Gebäudebrand und einem Autounfall auf die Probe gestellt.

„Bei der diesjährigen Sanitäter-Abschlussübung der Studierenden im Modul Notfallmedizin lag der Fokus etwas anders als sonst“, so Philipp Merkt, Leiter des Moduls. „Die simulationsgestützte Lehre wurde diesmal nicht nur präklinisch durchgeführt, sondern die Studierenden waren auch klinisch tätig. Dazu wurden eine Notaufnahme und ein behelfsmäßiger Schockraum in die Übung eingebaut. Dadurch war der Lerneffekt besonders umfassend.“

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