Frankfurt am Main

Neuer Professor berufen

Prof. Dr. Christian Link-Eichhorn ergänzt das Professorenteam der Carl Remigius Medical School. In seiner Antrittsvorlesung offenbarte er ein Dilemma innerhalb seiner Forschungsarbeit.

In welchem rechtlichen Rahmen ist es dem Physician Assistent möglich in Deutschland zu praktizieren? Es bedarf zwar dringend einer Unterstützung des überlasteten Gesundheitswesens, das neue Berufsbild lässt sich aber nur schwer in die bestehenden Strukturen einbinden. Als Anwalt mit Schwerpunkt auf Medizinrecht und approbierter Arzt erfüllt Prof. Dr. Christian Link-Eichhorn alle Voraussetzungen, um eine Einordnung vorzunehmen. In seiner Antrittsvorlesung „Der Physician Assistant und die Heilkunde“ untersuchte er die Rechtslage, um dem Physician Assistant einen rechtlich abgesteckten Handlungsspielraum zu geben. So sehen die Bundesärzteordnung und das Heilkpraktikergesetz vor, dass „zur Feststellung, Heilung und Linderung von Krankheiten, Leiden und Körperschäden“ nur approbierte Ärzte oder Heilpraktiker die Heilkunde ausüben dürfen. Im Gegensatz dazu ist in einem Modellvorhaben des SGB V das Ausüben der Heilkunde aber bereits Pflegefachkräften möglich. Herr Prof. Dr. Christian Link-Eichhorn stellte dar, dass der Physician Assistant vom Arzt delegierte Tätigkeiten der Heilkunde ausführen kann. Delegierbar sind die meisten ärztlichen Leistungen, aber unterliegen der Anordnungs- und der Durchführungsverantwortung. Ob und wie behandelt wird, entscheidet also der Arzt und delegiert dann entsprechende Aufgaben an den Physician Assistant. Darunter fallen unter anderem die Injektion und Infusion, Wundversorgung, OP-Assistenz, Blutentnahme und Teamkoordination. „Für mehr Klarheit sorgt ein einheitliches Berufsbild“, für das sich Prof. Link-Eichhorn einsetzen will.

Prodekanin am Standort Frankfurt Prof. Dr. Lilia Waehlert, Dekanin des Fachbereichs Gesundheit & Soziales Prof. Dr. Birgit Schulte-Frei und Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Knepper freuten sich sehr den Kollegen für das Fachgebiet gewonnen zu haben und verliehen ihm die Berufungsurkunde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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