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Nachgefragt: Eine Befragung unter niedergelassenen Ärzten

Abbildung 1

Abbildung 2

150 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wurden von uns im Oktober 2017 zum Berufsbild des Physician Assistant befragt. Hier die interessanten Ergebnisse!

Da es in den vorherrschenden, ambulanten Versorgungsstrukturen an Rahmenbedingungen zur Abrechenbarkeit von durch den Physician Assistant erbrachten, delegierten ärztlichen Leistungen fehlt, ist die Integration des Physician Assistant dort umso herausfordernder.

Meist auf Basis anderer Ansätze kommen die kritischsten Äußerungen zum Berufsbild des Physician Assistant doch häufig aus genau diesem ambulanten Sektor. Häufig aufgrund im ausreichendem Maße vorhandener Qualifikationen im delegativen Umfeld.

Ziel ist stets der intensive Austausch zum Physician Assistant, um ihn weiterzuentwickeln und seine Integration in das deutsche Gesundheitswesen – sektorenübergreifend – zu fördern. Ein Austausch unter „Förderern“ ist selbstredend wesentlich einfacher als der (konstruktive) Austausch mit „Gegnern“ oder Andersdenkenden. Doch besonders Letzterer bringt das Berufsbild weiter!

Umso spannender war es für uns, einmal vordergründig niedergelassene ÄrztInnen zum Physician Assistant zu befragen. Wir hatten im Oktober 2017 die Möglichkeit, 150 ÄrztInnen über eine paper&pencil-Umfrage zum Physician Assistant zu befragen.

Diese Befragung ist nicht repräsentativ und kann daher nicht die Meinung von circa 120.000 niedergelassenen ÄrztInnen darstellen.

Unser Ziel war es jedoch, ein Stimmungsbild abzubilden. Hier die Ergebnisse und der Fragebogen, den wir verwendeten.

Abbildung 3

Auch, wenn es seit dem Jahr 2005 Studiengänge für Physician Assistance in Deutschland gibt, gibt über die Hälfte der Befragten an, dass ihnen der Beruf des Physician Assistant nicht bekannt sei. 36 Prozent kennt das Berufsbild „nur“ aus den Medien und gerade einmal 6 Prozent arbeiteten bereits mit Physician Assistants zusammen. (vgl. Abb. 3)

57 Prozent der Befragten sind trotz des mangelnden Bekanntheitsgrades der Meinung, dass solche Berufsgruppen Lösungsansätze für Probleme wie den Fachkräftemangel darstellen können.

Dass bereits ausreichend qualifiziertes Fachpersonal vorhanden sei, lehnen fast 75 Prozent der Befragten ab.

Abbildung 4

Dass diese Qualifikation auf akademischem Niveau stattfinden müsse, bestätigt fast die Hälfte, 30 Prozent stimmt diesem Punkt zusätzlich „eher“ zu. (vgl. Abb. 4). Sehen Sie hierzu auch den Beitrag VERAH vs. PA.Ein für die politische Diskussion spannende Frage betrifft die vorausgesetzte Vorbildung solcher Qualifikationen. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis der ersten Frage bzgl. der Bekanntheit des Berufsbildes zu reflektieren. 27 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass ein erlernter Gesundheitsberuf keine Voraussetzung eines solchen Studiums darstellen müsse, weitere 33 Prozent stimmen diesem Aspekt „eher“ zu.

 

Zuletzt fragten wir die Teilnehmer, ob solche neuen Gesundheitsberufe die Attraktivität einer Tätigkeit im Gesundheitswesen steigern könne. Grundsätzlich sehen dies über 75 Prozent der befragten Personen gegeben, 13 Prozent lehnen dies ab.

Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass der Beruf des Physician Assistant noch bekannter gemacht werden muss, mehr Absolventen benötigt werden, damit mehr Personen mit dieser neuen Profession in Kontakt treten können, die Zusammenarbeit kennenlernen und „erlebte“ Erfahrungen teilen können!

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