Frankfurt am Main Hamburg

Nachgefragt: Ein Interview mit der Studierenden Leya Berhanu

Leya Berhanu begann ihr Studium zum Physician Assistant am Standort Frankfurt. Im Interview durften wir sie über die Hintergründe zur Studienwahl befragen.

Zum Start des neuen Semesters stand uns Leya Berhanu (19) für ein kleines Interview zur Verfügung. Sie studiert Physician Assistance (B.Sc.) im ersten Semester am Standort Frankfurt. Uns interessierte, wie ihr Eindruck von der Einführungswoche war, was sie zur Wahl dieses Studienganges bewog sowie die Erwartungen an das Berufsbild des Physician Assistant.

 

Frau Berhanu, Sie befinden sich jetzt seit knapp vier Wochen im Studium zum Physician Assistant am Standort Frankfurt. Was hat Sie zur Wahl dieses Studienganges bewogen?

Als das Abitur immer näher rückte, stellte ich mir die Frage, was ich danach machen möchte. Ich wusste zwar, dass ich studieren will, aber noch nicht was. Obwohl ich mir die Angebote von mehreren Unis anschaute, fand ich keinen Studiengang, der mich so richtig begeistert hat.

Anfang des Jahres (2018) bekam ich dann einen Flyer für den Tag der offenen Tür an der Hochschule Fresenius in Frankfurt. Dort stellte u.a. Prof. Dr. med. Bodusch-Bechstein den Studiengang „Physician Assistance“ vor. Dieser begeisterte mich sehr, obwohl mir der Studiengang und das Berufsbild noch nicht bekannt waren.

Mich faszinierten vor allem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und dass man auch ohne ein „1,0 Abi“ im Ärzteteam mitarbeiten kann. Im Nachhinein informierte ich mich noch mehr über den Studiengang und das Berufsbild, sodass ich sowohl die negativen als auch die positiven Seiten kennenlernte und entschied mich dann das Studium an der Carl Remigius Medical School aufzunehmen. 

 

Was hat Sie zu einem Studium an der Carl Remigius Medical School bewogen?

Als ich mein Abitur bestanden hatte, wollte ich direkt anfangen zu studieren. Die Carl Remigius Medical School war die einzige Hochschule (deutschlandweit), die den Studiengang „Physician Assistance“ auch ohne eine vorherige Ausbildung im Gesundheitswesen anbot. 

 

Was konnten Sie aus den ersten Wochen zum Semesterstart mitnehmen?

Seit meinem Studienstart habe ich einige Eindrücke gesammelt. Zum einen muss man sich sehr schnell von der Schule auf die Hochschule umgewöhnen, da man keinen Klassenlehrer oder Tutor hat, der einem beim Einstieg und Reorganisieren hilft. Jedoch muss ich hinzufügen, dass die Hochschule versucht uns, z. B. mit Workshops, entgegenzukommen.

Zudem schafft die Hochschule durch kleinere Gruppen eine angenehme Lernatmosphäre. Dadurch kann der Dozent direkt auf meine Fragen eingehen, wodurch der Stoff besser vermittelt wird.

Des Weiteren konnte ich durch die kleinen Gruppen meine Kommilitonen besser kennenlernen und einige Freundschaften schließen. Auch wenn ich erst seit vier Wochen studiere, kann ich jetzt schon sagen, dass mir das Studium sehr gefällt und auch meinen Vorstellungen entspricht. Deshalb ich bin sehr froh, dass ich mich für das Studium entschieden habe. 

 

Welche Erwartungen haben Sie an das PA-Studium?

Von diesem Studium erwarte ich nicht nur, dass es mich für den Beruf des Physician Assistant qualifiziert, sondern, dass es mir hilft ein guter PA zu werden.

Zudem erwarte ich auch, dass ich herausgefordert werde, damit ich meine Freude daran nicht verliere. Des Weiteren hoffe ich auch, dass mir das Studium zu einem einfacheren Einstieg in den Klinikalltag verhilft. 

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Berufsbildes Physician Assistant?

Obwohl der Physician Assistant schon einige delegierbare Tätigkeiten übernimmt, wünsche ich mir, dass er noch etwas selbstständiger sein kann. In den Staaten darf der Physician Assistant z. B. schon Medikamente verschreiben oder eigenständig Diagnosen erstellen, was hier in Deutschland unvorstellbar wäre.

Daher erhoffe ich mir für die Zukunft, dass dem PA mehr zugetraut wird. 

 

Haben Sie den Eindruck, dass das Berufsbild in der Öffentlichkeit noch stärker ankommen muss?

Schon bevor ich das Studium aufgenommen habe war mir bewusst, dass das Berufsbild in Deutschland noch ganz neu und noch nicht etabliert ist. Deswegen hatte ich auch einige Bedenken. Trotzdem hoffe ich, dass im Laufe der nächsten Jahre mehr Menschen von diesem Beruf erfahren und auch Akzeptanz zeigen.

Das Berufsbild wird zwar von einigen Ärzten und Pflegern (& co) akzeptiert, jedoch gibt es noch viele, die es aus Angst vor einer möglichen Substitution ablehnen. Aber bis jetzt habe ich persönlich nur Akzeptanz von Menschen aus meinem Umfeld erhalten. 

 

Denken Sie, dass der Blog dazu beitragen kann?

Meiner Meinung nach sind die Inhalte des Blogs sehr informativ, deshalb trägt er dazu bei, dass die Leser offener für so ein Berufsbild werden. Indem er schildert, was ein PA ist und was er für Tätigkeiten in einem Krankenhaus übernimmt, bleiben die Leser nicht mehr im Dunkeln und wundern sich nicht mehr, wenn sie in einem Krankenhaus einem Physician Assistant begegnen.

Zudem glaube ich auch, dass der Blog dadurch einigen Menschen ihre Bedenken abnehmen kann. 

 

Und obwohl es bis dahin noch etwas dauert: Gibt es schon Pläne für die Zeit nach dem Bachelor-Studium? Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft?

Mein Plan nach bestandenem Studium, ist es eines Tages ins Ausland zu gehen, um dort in einer Organisation mitzuarbeiten, die benachteiligten Ländern und Menschen hilft, die sich keine medizinischen Behandlungen leisten können.

Allerdings stellt sich mir das Problem, dass mein Abschluss in anderen Ländern möglicherweise nicht anerkannt wird, da sich die Module in Deutschland von denen in anderen Ländern unterscheiden.

 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im Studium zum Physician Assistant, Frau Berhanu!

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